By using our website, you agree to our use of cookies. Wir haben es mit einer dreifachen Brechung zu tun, die man so beschreiben könnte: Metaphorisch konkretisiert sich die Figur der Unendlichkeit im Bild der Grenze sowie in den Formelementen der Erinnerung und der sinnlichen Wahrnehmung. Sie baut sich in den untersuchten Gedichten aus dem Grundverhältnis von «Ich- Einsamkeit und Einklang mit der Natur [...] über die Nähe des erlebten Raumes [...] und der erlebten Zeit [...] zur räumlichen Ferne [...] bis zum kosmologischen Horizont [...] auf.»30 Sempre caro mi fu quest’ermo colle, Mit dem Übersetzungsdiskurs hat sich hingegen der Dichter aus Recanati sehr früh und gründlich beschäftigt.9 Seine Arbeit, die auf einer profunden philologischen Kenntnis fußte, betraf vor allem die antike Poesie: Homer, Vergil, Moskus. b) Erinnerung: Dieses Gedicht bedeutet eine Wende in der poetischen Tradition Italiens, eine Markierung der Entwicklungsgeschichte des lyrischen Ich, die mit der Romantik beginnt. Um diesen Zusammenhang zu erläutern bedient sich Leopardi, vielleicht durch die Vedute Canalettos angeregt, eines anschaulichen metaphorischen Bildes: Di maniera che l’effetto di una scrittura in lingua straniera sull’animo nostro, è come l’effetto delle prospettive ripetute e vedute nella camera oscura, le quali tanto possono essere distinte e corrispondere veramente agli oggetti e prospettive reali, quanto la camera oscura è adattata a renderle con esattezza; sicché tutto l’effetto dipende dalla camera oscura piuttosto che dall’oggetto reale. In einer Bemerkung im Florenzer Tagebuch geht Rilke kritisch auf dessen Pessimismus ein, fügt aber hinzu, dass das Leiden produktiv sei, ja eine Tür zur Ewigkeit öffne. 12) – ungefähr ein Jahr vor der Komposition von L’Infinito – formulierte er eine kühne Anforderung an den Übersetzer. Diese verfasste Rilke als Begleitung bei der Versendung des Almanachs. Hügel und das Gehölz, das fast ringsum L’Infinito (Infinity) Giacomo Leopardi – L’Infinito (1819) Sempre caro mi fu quest'ermo colle, e questa siepe, che da tanta parte. «per poco» hat im Italienischen die Bedeutung «quasi», «beinahe». Im dritten Segment meldet sich die Natur mit der Stimme des Windes. e le morte stagioni, e la presente Das literarische Klima im Europa der Goethezeit war von einem glühenden Interesse für die Thematik der Übersetzung geprägt. 27. Eine letzte Folgerung: Die deutsche Version ist von Rilkes Vision der Unendlichkeit durchdrungen. O Sternenfall, gehen in diesem Meer ist inniger Schiffbruch. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. «Sovvenire» bezeichnet ein intuitives Moment, eine Art memoria involontaria. Beim Übertragen von Gedichten war für Rilke die Bewahrung der Sprachmelodie wichtig, sein Interesse galt dem Rhythmus, dem Reim und der Musikalität der Verse. Ein wichtiges Element, um die stilistische Qualität einer dichterischen Übersetzung beurteilen zu können, ist die Berücksichtigung der Situation, die inspirierend gewirkt hat. odo stormir tra queste piante, io quello. Die Vorstellung des ‹infinito› bei Leopardi wird in einer herausfordenden Begegnung mit der Idee der Grenze geboren. Das Gehör öffnet auch die Tür zur Welt der Erinnerung, zur «riminiscenza» als einem meditativen und existentiellen Vorgang.    ich zwischen diesen Pflanzen rauschen höre, ich jenes, infinito silenzio a questa voce Das Gedicht lässt sich in zwei Abschnitte einteilen.    Aber [hier] sitzend und schauend, grenzenlose, spazi di là da quella, e sovrumani Auf Deutsch heißt es wortgetreu: «Und mir fällt das Ewige ein und daneben die alten Jahreszeiten und diese daseiende Zeit, die tönende». E come il vento In Wirklichkeit handelt es sich um ein «Er», eine voce narrante. e mi sovvien l’eterno, Ma sedendo e mirando, interminati spazi di là da quella, e sovrumani silenzi, e profondissima quiete io nel pensier mi fingo; ove per poco il cor non si spaura. infinito silenzio a questa voce. The final draft dates to the period between spring and autumn 1819. odo stormir tra queste piante, io quello In einer von einem Dichter geschaffenen Übersetzung ist sicher die erste Phase die wichtigste; es ist die Phase des élancement, die das Hingezogensein zum Objekt beschreibt. Jeder Bezug auf eine geschichtliche Dimension fehlt. L’Infinito Sempre caro mi fu quest’ermo colle, E questa siepe, che da tanta parte Dell’ultimo orizzonte lo sguardo esclude. Sitzend und schauend bild ich unendliche Das Gehör ist für Leopardi der innigste und tiefste der Sinne und wird zur Chiffre für die Unerfüllbarkeit der menschlichen Sehnsüchte, aber auch zum Motor der Imagination. L’INFINITO Sempre caro mi fu quest'ermo colle, e questa siepe, che da tanta parte dell'ultimo orizzonte il guardo esclude. The poem is a product of Leopardi's yearning to travel beyond his restrictive home town of Recanati and experience more of the world which he had studied. http://hdl.handle.net/21.11108/0000-0007-DA53-6, Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 4.0 International. Sempre caro mi fu quest’ermo colle, Stets lieb war mir dieser einsame Hügel, e questa siepe, che da tanta parte und diese Hecke, die größtenteils. Ma sedendo e mirando, interminati E come il vento. – Material.16, Dennoch bleibt die Frage letztlich unbeantwortet, ob eine Übersetzung von Gedichten überhaupt möglich ist. Das Synonym «endlos» wird für die Charakterisierung der Stille verwendet. Die Erlebnisse auf Capri48 und in Toledo sind auf die beiden Sinne des Sehen und des Hörens fokussiert: Rilke verbrachte den November 1912 in Toledo. Im italienischen Original taucht der Begriff «infinito» zweimal auf: als Beiwort im Syntagma «infinito silenzio» und im Substantiv «infinità». odo stormir tra queste piante, io quello Eine Naturbeschreibung wird zum existentiellen Erlebnis. This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Per rendere l'idea dell'immensità e dell' infinito egli usa diverse tecniche: Usa parole molto lunghe prima di tre poi di quattro ed infine cinque sillabe (interminati sovraumani profondissima) usa vocali aperte (a,e) e consonanti dai suoni dolci (l,m,n,) per dare sensazioni di pace, serenità collega i versi tra loro in modo che il significato prosegua in quello successivo (enjambement) e isolare parole chiave (spazio, infinito, … But opting out of some of these cookies may have an effect on your browsing experience. Zwei Orte, die als emblematisch für den Leser von Lyrik der europäischen Moderne wirken: Recanati, zwischen Frühjahr und Herbst 1819 und Duino im Winter 1912/1913. Rilkes Text hat eine Qualität, die jenseits der Unterscheidung in Übersetzung oder Nachdichtung liegt. e viva, e il suon di lei. In Duino übersetzte er Leopardis L’infinito. dieses Lautsein vergleiche mit jener endlosen Stillheit. E come il vento odo stormir tra queste piante, io quello infinito silenzio a questa voce vo comparando: e mi sovvien l’eterno, e le morte stagioni, e la presente Ein besonderes Gewicht kommt also der Situation zu, die als Bühne der poetischen Subjektivität wirkt. Wo sonst sein Aufenthalt war, hätte er nicht zu denken vermocht, aber dass er zu diesem allem nur zurückkehrte, in diesem Körper stand, wie in der Tiefe eines verlassenen Fensters, hinübersehend: davon war er ein paar Sekunden lang so überzeugt, dass die plötzliche Erscheinung eines Hausgenossen ihn auf das qualvollste erschüttert hätte [...].36. Es ist von Interesse auf weitere Episoden einzugehen, die Rilke im Zusammenhang mit dem Text von Erlebnis erwähnt. Man beachte die Übersetzung von «e mi sovvien l’eterno e le morte stagioni e la presente e viva e il suon di lei».    beginne zu vergleichen: Und in den Sinn kommt mir die Ewigkeit, e le morte stagioni, e la presente So zwischen dieser, immensità s’annega il pensier mio: Von der traditionellen Gattung der Idylle erbt L’infinito Motive des locus amoenus: den Hügel (den monte Tabor) und die Hecke (la siepe). In der Erfahrung am Baum von Duino handelt es sich um ein synästhetisches Erlebnis. Vittorio Gassman - L'infinito. Die Erfahrung gleicht einer Begegnung im offenen Raum in der Präsenz des mystischen Erlebnisses. Dennoch ist daraus, wie wir sehen konnten, eine neue Schöpfung entstanden, die mehr als eine Nachdichtung ist. vo comparando: e mi sovvien l’eterno, Rilke übersetzt «siepe» nicht wie üblich mit «Hecke» sondern mit «Gehölz», einem Begriff, der eher an einen Hain oder an buschartige Bäume denken lässt. Und wenn in dem Buschwerk Das Rauschen des Windes besitzt eine starke emotionale Kraft, es zwingt das Ich zu einem Vergleich zwischen Lautsein und Stille («es überkommt mich»). Furcht damit um. io nel pensier mi fingo; [ove per poco]. In der Sprache des Gebets ist auch im Italienischen diese Pluralform üblich, man denke an den Gebrauch dieser Form im Vater unser, also «Padre nostro che sei nei cieli». Die Erinnerung ist eine zentrale Kategorie im L’Infinito. Sempre caro mi fu quest’ermo colle, e questa siepe, che da tanta parte dell’ultimo orizzonte il guardo esclude. Jean-Paul Sartre nimmt diesen Gedanken auf: «Ainsi l’accord final d’une mélodie regard par tout un côté vers le silence, c’est a dire vers le néant de son qui suivra la mélodie; en un sens il est fait avec du silence, puisque le silence qui suivra est déjà présent dans l’accord de résolution comme sa signification.»47 infinito silenzio a questa voce    das Herz erschrickt. Philosophisch aber bedeutet «infinito» für Leopardi eine geistige Fiktion, die mit dem Nichts identisch ist, wie die ikastische Formulierung im Zibaldone lautet: «[...] solamente, quello che non esiste, la negazione dell’essere, il niente, può essere senza limiti, e l’infinito viene in sostanza a essere lo stesso che il nulla.» (Zib. Während dieser im Insel-Almanach 1919 veröffentlicht wurde, verdanken wir die anderen brieflichen Zeugnissen. Also Sempre caro mi fu quest’ermo colle, Auch die Vorstellung eines Himmelsgebäudes, das auf der Erde ruht, ist uns von mittelalterlichen Liedern tradiert worden. [den Blick] Sitzend und schauend bild ich unendliche Denn jede Sprache hat eine «eigene Art des Meinens», die über die bloße inhaltliche Mitteilung hinausgreift.17 Wie soll man also den ‹Gefühlston› der Worte wiedergeben können? Er meinte nie von leiseren Bewegungen erfüllt worden zu sein, sein Körper wurde gewissermaßen wie eine Seele behandelt und in den Stand gesetzt, einen Grad von Einfluß aufzunehmen, der bei der sonstigen Deutlichkeit leiblicher Verhältnisse eigentlich gar nicht hätte empfunden werden können. Sempre caro mi fu quest'ermo colle, e questa siepe, che da tanta parte. Der englische Text sei nicht ins Deutsche übertragen worden, vielmehr sei er «diese Sprache selbst geworden»4. Wiederholt rekurriert der Dichter auf die symbolische Darstellung einer Waage. Im Erlebnis vermag das lyrische Ich nicht zu sagen, ob seine Gefühlsempfindung angenehm ist oder nicht.43 Spiegelt sich in der Übersetzung des letzten Verses des L’Infinito, «Untergehen in diesem Meer ist inniger Schiffbruch», dieses Dilemma wieder? Die perfekte Übertragung ist in der vollständigen Nachahmung verwirklicht: «La piena e perfetta imitazione è ciò che costituisce l’essenza della perfetta traduzione» (Zib 1988). E viva, e il soun di lei. Die Übersetzung des L’infinito kann als Projektionsfläche dienen, welche die philosophische und poetische Weltsicht des Prager Lyrikers spiegelt. e il naufragar m’è dolce in questo mare. L'infinito (Rumänisch Übersetzung) Künstler/in: Vittorio Gassman (Vittorio Gassman, nato Gassmann) Lied: L'infinito 10 Übersetzungen; Übersetzungen: Deutsch, Englisch, Französisch #1, #2, Portugiesisch, Rumänisch #1, #2, Russisch, Schwedisch, Spanisch Italienisch . Das ganze Gewicht der Metapher lastet hier auf dem Adjektiv «innig». Indem er sein ‹wahres Selbst› suchte, … Rilke schafft für das Syntagma «ultimo orizzonte» eine kühne Metapher mit einem religiösen Timbre: «In der Ferne ruhen die Himmel auf». Ma sedendo e mirando, interminati 5 spazi di là da quella, e sovrumani silenzi, e profondissima quiete io nel pensier mi fingo; ove per poco il cor non si spaura. L'infinito. Leopardi und Rilke verbinden mit dem Unendlichen unterschiedliche Bild- und Vorstellungswelten. 1950). Existentielle Bekenntnisse wie der meditative Text Erlebnis und dichterische Themen und figurative Elemente der Duineser Elegien suggerieren eine geistige Nähe zwischen beiden Dichtern. Die Reflexion über moderne Sprachen beschäftigte Leopardi besonders in den Jahren zwischen 1821 und 1823. Eine zu genaue Übertragung verfehlt ihr Ziel. Die Fenstermetapher ist eine rekurrierende Erscheinung in Rilkes Lyrik. 2844–46). e viva, e il suon di lei. Trotzdem muss man Fabio Russo recht geben, wenn er meint: In tal senso la traduzione dell’Infinito indica, anziché un’occasionale curiosità di Rilke, un significativo incontro con Leopardi: proprio nel particolare tema dell’Infinito, intuito sì differentemente dai due autori, ma tuttavia sentito nel caratteristico tono della loro rispettiva ‹interiorità›, si può cogliere la tendenza di Rilke a cercare ovunque spunti più o meno affini al suo mondo, e magari a disperderne poi le tracce.28, Das Moment des Selbsterkennens im fremden Werk kann also als ein wesentliches Moment im Prozess der Übertragung durch Rilke angesehen werden. Und wo unsere Taten enden, da heben die ihren erst recht an, fruchtbar zu sein.22. Rilke scheint sie als Signale der Transzendenz wahrzunehmen. Sempre caro mi fu quest'ermo colle, e questa siepe, che da tanta parte dell'ultimo orizzonte il guardo esclude. Die Differenzierung der sinnlichen Erfahrungen in den erinnerten Erlebnissen wird von Rilke ausdrücklich erwähnt: Und wie hier durch das Auge, so war mir schon früher einmal durch das Gehör diese Einheit angekündigt worden. Ma sedendo e mirando, interminati Spazi di là da quella, e sovrumani Silenzi, e profondissima quiete Io nel pensier mi fingo; ove per poco Il cor non si spaura. Furcht damit um. den Blick zum äußersten Horizont versperrt. Überall und immer gleichmäßiger erfüllt mit dem in seltsam innigen Abständen wiederkehrenden Andrang, wurde ihm sein Körper unbeschreiblich rührend und noch dazu brauchbar, rein und vorsichtig in ihm dazustehen, genau wie ein Revenant, der, schon anderswo wohnend, in dieses zärtlich Fortgelegtgewesene wehmütig eintritt, um noch einmal wenn auch zerstreut, zu der einst so unentbehrlich genommenen Welt zu gehören. Auf Capri einmal, als ich nachts im Garten stand, unter einem Ölbaum und der Ruf eines Vogels über dem ich die Augen schließen musste, war gleichzeitig in mir und draußen wie in einem einzigen unterschiedslosen Raum vollkommen Ausdehnung und Klarheit.50. il cor non si spaura. (Zib. L'infinito zo ur varzhoneg italianek, brudet bras en Italia, ... Ma sedendo e mirando, interminati spazi di là da quella, e sovrumani silenzi, e profondissima quïete io nel pensier mi fingo; ove per poco il cor non si spaura. Das Ich, von der Welt getrennt, erfährt das Scheitern an der Welt als Tor zur Ewigkeit. Indem er sein ‹wahres Selbst› suchte, hat Rilke aber auch versucht, Leopardi in Rhythmus und Begrifflichkeit treu zu bleiben. Der Hecke kommt in der Idylle eine wesentliche Funktion zu: sie versperrt die Sicht und öffnet ein Fenster zum All. «Infinito» ist ein Schlüsselbegriff der ästhetischen Theorie Leopardis; sie ist in der Entwicklung seines Denkens ein privilegierter Gegenstand von Reflexion und poetischem, schöpferischem Ausdruck. silenzi, e profondissima quiete Immensità s’annega il … Prete spricht von einem «sentire del corpo che è soltanto riconoscimento di un ritmo vivente in accordo forse con il ritmo dell’universo».42 Diese Erfahrung lebt in einer memoria del sentire, welche wiederum die Erfahrung der Entgrenzung ermöglichte. Vielen ist das von Beethoven vertonte Lied von Christian Fürchtegott Gellert Die Himmel rühmen des ewigen Ehre (1757) vertraut, eine Anspielung auf den Psalm 19,2: «die Himmel erzählen die Ehre Gottes». Bei dieser Vorstellung teilt er die frühromantische Zuneigung für das Unbestimmte als Quelle angenehmer Gefühle. Im Hinblick auf Friedrichs Schlegels Übersetzung des Werkes von Shakespeare hat Friedrich Gundolf gesagt, hier sei eine «völlige Symbiose» erreicht worden. Segment «Italien kannte und liebte ich seit meinem achten Jahr – es war in seiner Deutlichkeit und Vielfalt und Formfülle, sozusagen, die Fibel meines beweglichen Daseins» – so schreibt Rilke 1926.19 Kaum einer der sehenswürdigen Orte Italiens war ihm fremd. Sie kann die ‹evokatorische Kraft› eines Textes zur Entfaltung bringen: Wenn es nun darum gehen soll, die explizite oder implizite, verdeckte oder verweigerte poetische Botschaft aufzuweisen, die dem Leser im ästhetischen Genuß eines Gedichtes vermittelt wird, kann auch die strukturale Analyse nicht länger im kontextimmanenten Zirkel von induzierter Norm und Abweichung, Beschreibungssystem und Interferenz verbleiben.8. L'infinito estas poemo verkita de la itala romantika poeto Giacomo Leopardi (29-an de junio 1798 - 14-an de junio 1837).La poemo estis verkita en 1818 kaj 1819 kaj eldonita en volumo de la poezia libro de Leopardi titolita "Idilli" (Idilioj) en 1826, en 1831 ĝi estis publikigita en la poezia kolekto I Canti (Kantoj). Ma sedendo e mirando, interminati spazi di là da quella, e sovrumani silenzi, e profondissima quiete io nel pensier mi fingo; ove per poco il cor non si spaura. Hügel und das Gehölz, das fast ringsum Ma sedendo e mirando interminati Spazi di la da quella, e sovrumani Silenzi, e profondissima quiete, Io nel pensier mi fingo, ove per poco Il cor non si spaura. Die Übertragung des L’Infinito blieb lange unbekannt. e le morte stagioni, e la presente In die Bildlichkeit des Gedichts werden die Rilke’schen Kategorien der Religiosität projiziert. Nach dieser «verdeckten oder verweigerten» Botschaft, die in der Zwiesprache mit der Unendlichkeit enthalten ist, gilt es zu fahnden. Sie offenbart die Unterschiede in der Weltwahrnehmung der beiden Dichter. Infinito silenzio a questa voce Vo comparando: e mi sovvien l’eterno, E le morte stagioni, e la presente E viva, e il suon di lei. Leopardis Bildmaterial besteht aus drei eindringlichen Elementen: «interminati spazi», «sovrumani silenzi», «profondissima quiete», eine Trias, die das lyrische Ich als ein Ganzes empfindet, das zum Gegenstand seiner Einbildungskraft wird («io nel pensier mi fingo»). e questa siepe, che da tanta parte In seiner sensualistisch-materialistischen Wahrnehmung deckt sich sein Verständnis des «infinito» mit jenem des «indefinito», also des Vagen und Unbestimmten. spazi di là da quella, e sovrumani Ma sedendo e mirando, interminati Aber [hier] sitzend und schauend, grenzenlose. Was ihn überaus beschäftigte, war indessen nicht diese Erwähnung oder eine ähnliche dieser Art, sondern mehr und mehr war er überrascht, ja ergriffen von der Wirkung, die jenes in ihn unaufhörlich Herüberdringende in ihm hervorbrachte. Rilke trennt die beiden Gedanken durch einen Punkt. Così tra questa. spazi di là da quella, e sovrumani. "L'Infinito" is one of the main lyrics by Giacomo Leopardi, written during his youth in Recanati, Marche. So sagt George Steiner über diese Dialektik: «Sie macht aus der Sprache der Übersetzung eine eigene Sprache, die ihre eigene Weise der Verwundbarkeit, der Unbehaustheit, der erhellt-erhellenden Fremdheit hat, weil sie das Transportmittel zwischen der fremden und der eigenen Sprache ist.»14 Zweifellos erkennt man im Prosatext alle die Elemente, die auch die Situation des Gedichtes charakterisieren: die räumlichen und zeitlichen Komponenten des Geschehens sowie die Naturelemente, die das Tableau komponieren – Vegetation, Wind, Meer –, im Gespräch mit einem lyrischen Ich. Dieses Wunder hat Rilke m. E. nicht erreicht und auch wahrscheinlich nicht erreichen wollen. c) Sinnliche Wahrnehmung: [e viva e il suon di lei] Così tra questa Rilke löst den Vers vom Kontext und übersetzt: «Und über ein Kleines geht mein Herz ganz ohne Furcht damit um». Dieses Spiel zwischen der Sphäre der ratio und jener des Gefühls prägt und strukturiert die Bildlichkeit des Gedichts. von einer Brücke einmal eingesehen – Leopardi, Giacomo: The infinity (L'infinito in English) Leopardi, Giacomo. In seiner symbolischen Welt verschwinden die Grenzen zwischen Natur und Menschen oder zwischen Lebenden und Toten. Künstler/in: Vittorio Gassman ( Vittorio Gassman, nato Gassmann) Übersetzungen: Deutsch, Englisch, Französisch #1, #2, Portugiesisch, Rumänisch #1, #2, Russisch, Schwedisch, Spanisch Italienisch A A. L'infinito Sempre caro mi fu quest'ermo colle, e questa siepe, che da tanta parte. Eine solche Lektüre erscheint plausibel, wenn man in seiner Übersetzung den Einfluss der biblischen und neu-testamentarischen Sprache aufspürt. Im Gedicht ist es vor allem der auditiven Wahrnehmung zu verdanken, wenn das Gefühl des Unbestimmten zum Ausdruck kommt und die Phantasie anregt. den Blick zum äußersten Horizont versperrt. "L'infinito" (Italian pronunciation: [liɱfiˈniːto]; English: The Infinite) is a poem written by Giacomo Leopardi probably in the autumn of 1819. spazi di là da quella, e sovrumani. immensità s’annega il pensier mio: aufrauscht der Wind, so überkommt es mich, daß ich Ma sedendo e mirando, interminati spazi di là da quella, e sovrumani silenzi, e profondissima quïete io nel pensier mi fingo, ove per poco il cor non si spaura.